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Geschrieben von: Aktion Kinderwunsch   
Montag, den 12. Dezember 2011 um 08:56 Uhr

Im Juli 2010 entschied der Bundesgerichtshof, dass die Präimplantationsdiagnostik (PID) nicht generell gegen das Embryonenschutzgesetz verstößt. Eine gesetzliche Neuregelung über die Zulassung oder ein Verbot der PID muss nun von unseren Politikern erwirkt werden. Aktion Kinderwunsch e. V. setzt sich schon lange für die Zulassung der PID ein. Am 9. Dezember 2010 versandte der Verein über 500 E-Mails an zuständige Politiker auf Bundes- und Länderebene und forderte nochmals im Namen der Betroffenen die Zulassung der PID.


„Das deutsche Embryonenschutzgesetz wurde 1990 erlassen - die Möglichkeiten der Präimplantationsdiagnostik waren zum damaligen Zeitpunkt noch nicht bekannt und diese Untersuchung ist daher im Gesetz nicht erwähnt. Im Zuge einer längst überfälligen Modernisierung des Embryonenschutzgesetzes, welches die Prä-Embryonen als schützenswerter erachtet als das Leben des Embryos/Fötus im Mutterleib fordern wir:

1.) Die eingeschränkte Zulassung von PID (Präimplantationsdiagnostik) bei gegebener medizinischer Indikation. Eine befruchtete Eizelle darf nicht untersucht werden, der Abbruch einer Schwangerschaft ist hingegen bei medizinischer Indikation, z. B. nach einer Fruchtwasseruntersuchung, bei der im Übrigen ebenfalls eine genetische Analyse durchgeführt wird, jederzeit möglich. Abtreibung statt PID - das ist menschenverachtend. In Deutschland muss eine Frau erst "auf Probe schwanger" werden.

2.) Die Zulassung der Weiterkultivierung von mehr als drei Embryonen zur Reduzierung des Risikos von Mehrlingsschwangerschaften (und somit zum Schutz für die Gesundheit von Mutter und Kind/ern) ohne Verringerung der Schwangerschaftsraten. Eine humane Alternative zum Fetozid (selektive Tötung eines Kindes im Mutterleib).

3.) Die Zulassung von Eizellspenden. Mit welcher Begründung sind in Deutschland Samenspenden erlaubt, Eizellspenden hingegen verboten? Warum darf eine Frau ihrer Schwester eine Niere spenden, jedoch keine Eizellen? Wäre es nicht sinnvoller in Deutschland gut kontrollierbare Bedingungen zu schaffen, statt den Fortpflanzungstourismus ins europäische Ausland zu fördern? Zudem hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte für Österreich entschieden, dass das Verbot diskriminierend sei.

4.) Die Zulassung von Embryonenspenden. Zehn Adoptivbewerber stehen einem zur Adoption freigegebenen Kind gegenüber. Warum muss ein Kind erst geboren werden um es adoptieren zu können? Eine Embryonenadoption stellt für viele Paare die letzte Chance auf ein Kind dar. Desweiteren müssten durch die Möglichkeit der Embryonenadoption nicht tausende von Embryonen verworfen werden.“


Wir haben von vielen Abgeordneten positives Feedback bekommen.


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. Dezember 2011 um 19:22 Uhr