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Kinderlos

Kinderlos in Deutschland -

das ist längst kein Einzelschicksal mehr. Denn mittlerweile hat jedes siebte Paar Schwierigkeiten ein eigenes Baby zu zeugen. Experten gehen davon aus, dass dieses Problem in den kommenden 20 Jahren auf jedes dritte Paar zutreffen wird.

Trotz dieser Zahlen und Prognosen kürzte die Bundesregierung 2004 im Rahmen der Gesundheitsreform die finanzielle Unterstützung für reproduktionsmedizinische Behandlungen und verschärfte die Voraussetzungen für eine Zuzahlung.

Diese Bedingungen müssen die Betroffenen für die Kostenübernahme erfüllen:

1. Die Paare müssen verheiratet sein.
2. Die Frau muss mindestens 25 Jahre, höchstens 39 Jahre alt sein und
3. der Mann darf nicht älter als 49 Jahre alt sein.

Erfüllt das Paar diese Voraussetzungen, werden trotzdem nur drei Versuche der künstlichen Befruchtung mit einer Zuzahlung von 50 Prozent unterstützt. Die Betroffenen müssen dann immer noch einen Selbstkostenanteil von rund 2000 Euro pro Behandlung tragen.

Die Folge: Mittlerweile entstehen nur noch ein Prozent der Kinder eines Geburtenjahrgangs durch Reproduktionsmedizin. Die Zahl der nach künstlicher Befruchtung geborenen Kinder sank in Deutschland in den letzten Jahren von rund 20 000 pro Jahr auf knapp 10 000. Das entspricht etwa der jährlichen Geburtenrate einer Großstadt wie Köln.

Diese restriktiven Bestimmungen verhindern, dass viele Paare eine Behandlung beginnen können und somit mehr Kinder geboren werden. Da ist es doch sehr verwunderlich, dass bei diesen Bestimmungen die deutschen Politiker die Erhöhung der Geburtenzahl anmahnen.