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Aktion Wahlanfragen 2009

Um uns ein Bild von der Haltung der verschiedenen Parteien zum Thema "reproduktionsmedizinische Behandlungen" zu machen, haben wir am 22.07.2009 alle zur Bundestagswahl stehenden Parteien angeschrieben.



Wir haben uns auf drei unserer Forderungen beschränkt, um die Anfrage nicht zu umfangreich zu gestalten.


"Sehr geehrte Damen und Herren,

Aktion Kinderwunsch e.V. setzt sich aktiv für die Belange von unfruchtbaren Menschen ein. Eine Problematik, die mehr als zwei Millionen Paare in Deutschland unmittelbar betrifft. Wir würden gerne Ihre Meinung zum Thema an unseren Mitgliederkreis und weitere Betroffene weitergeben. Deshalb bitten wir Sie zeitnah um eine kurze Stellungnahme, wie die .....(Name der Partei) zu den folgenden Punkten steht.


1.) Kostenübernahme von reproduktionsmedizinischen Behandlungen

Seit 2004 die Gesundheitsreform in Kraft trat, wurden rund 45.000 Kinder weniger geboren, die durch IVF/ICSI hätten gezeugt werden können. Da der demografische Wandel ein gesamtgesellschaftliches Problem darstellt, sollten zur Bekämpfung auch bundes- und europaeinheitliche Lösungen gefunden werden. Allein aus Werbekampagnen ergeben sich langfristig keine höheren Geburtenzahlen. Deshalb bitten wir um Unterstützung derer, die für ein Kind bereit sind. Der Nutzen der assistierten Fortpflanzung übersteigt aus volkswirtschaftlicher Sicht die Kosten deutlich.

2.) Gleichstellung unverheirateter Paare

Zweifellos ist die Ehe als schützenswert zu erachten und das ideale Familienmodell für ein Kind. Allerdings sollte im 21. Jahrhundert, in dem jedes dritte Kind außerhalb einer Ehe geboren wird, nicht länger zwischen verheirateten und unverheirateten Paaren unterschieden werden. Eine Partnerschaft erhält durch Heirat keine höhere Stabilität. Familie ist bunter geworden und dies sollte auch von der Politik anerkannt werden. Auch sollte konsequent eine Linie verfolgt werden, da, um nur ein Beispiel zu nennen, bei Bezug von Hartz IV, eheähnliche Gemeinschaften den Verheirateten gleichgestellt behandelt werden.

3.) Modernisierung des Embryonenschutzgesetzes

Nur zwei von vielen Ansatzpunkten seien hier angemerkt:

- Die Zulassung der Weiterkultivierung von mehr als drei Embryonen zur Reduktion von Mehrlingsschwangerschaften (und somit zum Schutz für die Gesundheit von Mutter und Kind/ern) ohne Verringerung der Schwangerschaftsraten. Eine humane Alternative zum Fetozid (selektive Tötung eines Kindes im Mutterleib). Noch immer schützt das deutsche ESchG den Prä-Embryo stärker als den Embryo/Fötus im Mutterleib.
Dies halten wir ethisch für sehr bedenklich.

- Die eingeschränkte Zulassung von PID (Präimplantationsdiagnostik) bei gegebener medizinischer Indikation. Eine befruchtete Eizelle darf nicht untersucht werden, der Abbruch einer Schwangerschaft in der 20. Schwangerschaftswoche ist hingegen problemlos möglich, sofern die Mutter ein krankes Kind erwartet. Warum muss in Deutschland eine Frau erst "auf Probe schwanger" werden?

Deutschland sollte mit Blick auf den demografischen Wandel für weitestgehend alle Maßnahmen zur Steigerung der Geburtenrate offen sein.

Wir freuen uns auf Ihre baldige Antwort."


Folgende Antworten haben wir erhalten:

 

Bündnis 90/Die Grünen

CDU/CSU

Christliche Mitte

Die Linke

Die Violetten

FDP

MLPD

ÖDP

SPD

Tierschutzpartei